Methoden für den Einbruchschutz
Eigenes Verhalten
Bevor du deine Wohnung verlässt oder zu Bett gehst, stelle sicher, dass:
- Alle Türen (inkl. Balkontüre) und Fenster geschlossen sind (auch gekippte Fenster)
- Fahrzeuge (Autos, E-Bikes, Fahrräder etc.) niemals ungesichert sind. Auf unserer Themenseite findest du mehr Informationen dazu, ob du für E-Bikes eine separate Versicherung brauchst.
- Rollläden zu sind (diese haben zwar nur eine Lichtschutzfunktion, dennoch schadet es nicht, es den Einbrecher:innen schwerer zu machen, in deine Wohnung einzudringen)
Gut zu wissen: Die Polizei bietet eine kostenlose Beratung an, wie du dein Zuhause einbruchsicher machst. Hierfür kommen Expertinnen und Experten bei dir zuhause vorbei, um die Lage zu analysieren. Der Termin dauert rund 1 Stunde. Hier findest du deine Kontaktstelle für die Beratung.
Mechanischer Schutz
Mechanische Schutzmassnahmen können deine Sicherheit langfristig erhöhen. Dazu gehören beispielsweise im Baumarkt erhältliche Schlösser. Aber auch Tresore können sich lohnen.
Kleiner Tresor
Bei kleinen Tresoren (so, wie man sie aus Hotels kennt) ist es wichtig, sie in deiner Wohnung gut zu verankern. Ansonsten können die Einbrecher:innen den Tresor einfach mitnehmen und im Anschluss aufbrechen.
Ebenso wichtig ist es, einen Tresor mit Sicherheitszertifizierung zu kaufen, denn nur diese wurden von unabhängigen Instituten auf Ihre Sicherheit überprüft. Wenn du dir einen Tresor mit elektronischem Zahlenschloss kaufst und dir den Öffnungscode niederschreibst, solltest du deine Notiz bei Bekannten, eventuell sogar beim Notariat, aufbewahren.
Tresors mit Notöffnungsschlüssel solltest du dir zweimal überlegen. Wenn die Einbrecher:innen sehen, dass es einen Schlüssel für den Tresor gibt, werden sie danach suchen und deine gesamte Wohnung auf den Kopf stellen.
Gut zu wissen: Smile übernimmt bei einfachem Diebstahl respektive Einbruchdiebstahl die volle Entschädigung deiner Schmucksachen, wenn der Tresor schwerer als 100 kg ist oder wenn es sich um einen eingemauerten Wandtresor handelt.
Hunde als Einbruchschutz
Hunde können dabei helfen, ein zusätzliches Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden zu schaffen, denn sie nehmen Gerüche und Geräusche viel besser wahr als Menschen. Wenn du aber glaubst, dass sie die perfekte «Alarmanlage auf vier Beinen» sind, täuschst du dich. Auch gegen die Vierbeiner sind die heutigen Einbrecher:innen gut gewappnet – sei es mit Futter oder Betäubungsmitteln.
Alleine auf Tiere als Sicherheit zu setzen, ist daher eine schlechte Idee. Denn anders als Hunde benötigen technische Sicherheitsanlagen keinen Schlaf und sind 24/7 im Einsatz. Wenn dir ein Hund dennoch mehr Sicherheit gibt (und du auch sonst ein Hunde-Fan bist), solltest du dir überlegen, einen Wachhund anzuschaffen.
Diese Wachhunde haben einen erhöhten Beschützerinstinkt. Dazu gehören:
- Deutscher Schäferhund
- Appenzeller Sennenhund
- Australian Shepherd
- Riesenschnauzer
- Belgischer Malinois
Moderne und digitale Gadgets
Einbruchmeldesysteme sind besonders beliebt, da sie rund um die Uhr aktiv sind und eine Vielzahl an Funktionen bieten. Zu den bekanntesten gehören die Alarmanlage mit Sirene, Videokameras, Zeitschaltuhren oder Bewegungsmelder, die auf Bewegung oder Wärme reagieren und beispielsweise einen Alarm oder helles Licht aktivieren. Viele dieser Systeme sind mit Geräusch-, Bewegungs-, Wärme- oder Splittersensoren ausgestattet, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen. Die Alarmübermittlung ist bei vielen Geräten auf das Smartphone möglich, damit du auch unterwegs immer informiert bleibst.
Die Gadgets werden immer ausgeklügelter. So findet man in den üblichen Baumärkten oder Online-Shops:
- TV-Simulatoren, die flackerndes Licht eines Fernsehers imitieren und vortäuschen, dass jemand gerade am Netflix bingewatchen ist.
- Bewegungsmelder mit elektronischem Hundegebell, die eine Aufnahme mit Hundegebell startet, sobald eine Bewegung erkannt wird
- Nebelmaschinen, die bei Einbrüchen aktiviert werden und eine Flucht der Einbrecher:innen deutlich erschweren